Erlangen – Bamberg: Sperrung hat begonnen

Seit heute Morgen kurz nach Mitternacht ist der Streckenabschnitt Fürth – Erlangen – Bamberg total gesperrt.

In Forchheim, welches auch Baiersdorf ferngestellt hat, ging das SpDrS60 Stellwerk außer Betrieb. Nach gut 27 Jahren ist dort Schluss. Die Anlage soll jedoch als Lehrstellwerk erhalten bleiben.

Außerdem wurde die mechanische Signaltechnik der Betriebsstellen Eggolsheim, Buttenheim und Hirschaid außer Betrieb gesetzt.

In Strullendorf wurde das DrS2-Stellwerk abgeschaltet.

Am 28.08.2017 gegen 4 Uhr soll der Betrieb wieder anlaufen und vom aus München ferngestellten ESTW Erlangen gesteuert werden.

8 Gedanken zu „Erlangen – Bamberg: Sperrung hat begonnen

  1. Benedikt

    Hallo,

    gibt es eigentlich eine Zusammenfassung was für größere zukünftige Bauprojekte entlang der Bahnlinie noch anstehen?
    Zwischen Erlangen und Fürth wird es ja wahrscheinlich noch länger dauern bis es wieder weitergeht.

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    1. nvf Beitragsautor

      Hallo,

      ist mir jetzt nicht bekannt.
      Kürzlich gestartet ist das Planfeststellungsverfahren für den PFA 21 (Eggolsheim – Strullendorf). Die öffentliche Auslegung soll am 4. September starten.

      Gruß,
      Wolfgang

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  2. Maddin

    Hallo Wolfgang,

    wo doch das Eggolsheimer Stellwerk nun außer Betrieb gestellt ist, wundere ich mich, dass bei meinem abendlichen Besuch neben der Technik noch Ordner mit dem uralten Einband: „Bayerische Bundesbahn“?, darunter überklebt mit DB Netze, „Betriebstellenbuch Bf Eggolsheim“ aufbewahrt werden. (Mit Inhalt).
    Hätte man diese nicht mitnehmen müssen, oder werden jene noch abgeholt?
    Wo ist eigentlich der ehemals noch aufgehängte Gleisübersichtsplan der Betriebsstelle hingekommen?
    Gibt es die Möglichkeit, irgendetwas der ausgemusterten Ausstattungen gegen Entgelt zu erwerben?

    Außerdem: Die Schranke des landwirtschaftlichen Verkehrs, nördlich von Eggolsheim, wurde in dieser Nacht beseitigt.

    Viele Grüße eines anghenden, herzblutenden Eisenbahners.
    Martin K.

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    1. nvf Beitragsautor

      Hallo Martin,

      dazu kann ich Dir leider nichts sagen.
      Frage doch einfach mal in dem Info-Container am Bahnhof Forchheim nach. Ich denke, dort sollte man zumindest einen Ansprechpartner kennen.

      Gruß,
      Wolfgang

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  3. Maddin

    Gerngeschehen.

    Ich persönlich trauer dieser Technik furchtbar hinterher. Ein paar letzte Bilder werde ich heute noch machen, als Erinnerung, wenn ich mal alt bin. Seit ich als 4-jähirger Junge 2007 zum 1. Mal mit der Eisenbahn gefahren bin, waren für mich Formsignale ganz normale Signale, Lichtsignalanlagen kannte ich einfach nicht. Deshalb fällt mir der „Abschied“ besonders schwer.

    Gruß, Martin K.

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  4. Maddin

    NACHRUF

    Servus, ihr alt-ehrwürdigen Signale!

    Fast ein Jahrhundert regeltet ihr den Zugverkehr der Eisenbahn. Sowohl in der dunklen Zeit der Deutschen Reichsbahn, als auch in der Blütezeit der Deutschen Bundesbahn. Generationen von Fahrdienstleitern haben euch bedient, gehegt und gepflegt. Nun ist eure Zeit gekommen, O tempora, o mores! DANKE, dass ihr uns Zugreisenden und Bahnpersonal (fast) immer freie Fahrt angezeigt habt. Mit euch verabschiedet sich wieder eine technische Errungenschaft aus den Anfangszeiten der Eisenbahnentwicklung, verdrängt durch den revolutionären Irsinn der Digitalisierung und ausschlaggebend durch das Flaggschiff der Deutschen Bahn. Auch wenn ihr vielleicht noch länger unter unserem blau-weißen Himmel hättet stehen können: Alles hat sein Ende. So möget ihr immer in unseren Erinnerungen weiterleben .

    Habet die Ehre, Servusla und Ade!

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    1. nvf Beitragsautor

      Vielleicht noch eine Anmerkung:
      Dass die Mechanik hier so lange überlebt hat, ist der Deutschen Einheit zu verdanken !
      So paradox das auch klingt – so verschinden doch die Signale mit dem Projekt VDE 8.1 !
      Wäre die Deutsche Einheit nur ein halbes Jahr später gekommen, wären die Bahnhöfe Eggolsheim bis Hirschaid heute längst an das Forchheimer Stellwerk angeschlossen gewesen. Der Platz am Stelltisch war oberhalb des Forchheimer Gleisbildes bereits vorhanden (siehe ergänzte Bilder aus Forchheim) und auch im Relaisraum war der notwendige Raum für die Schaltgruppen vorhanden. Die Kabelplanung war zur Inbetriebnahme des Stellwerks Forchheim bereits weit fortgeschritten und die Inbetriebnahme für 1992 geplant.

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